Der Ton macht die Musik

Ein optisch aufbereitetes Fahrzeug sollte auch über eine entsprechende Akustik verfügen, darüber sind sich alle Tuner einig. Die Möglichkeiten, einem Automobil Klang einzuhauchen, sind im Laufe der Jahre erheblich verbessert worden. War es zu Beginn nur durch den Austausch der gesamten Auspuffanlage möglich, für den entsprechenden Sound zu sorgen, ist auch dieses Feld technisiert worden. Eine Vielzahl von Optionen steht den Tunern zur Verfügung.

Der Klappenauspuff

Dabei wird ein Klappmechanismus in der Auspuffanlage verbaut. Je weiter die Klappe geöffnet ist, desto lauter wird der Klang. Es gibt hier zwei Varianten, die eine arbeitet rein elektrisch und die andere mit Unterdruck. Die elektrische Variante ist jedoch die verbreitetere, da sie kostengünstiger und weniger störanfällig ist.

Die Vorteile einer solchen Klappenauspuffanlage sind gegenüber dem klassischen Sportauspuff gewaltig. Denn über die Klappensteuerung lässt sich die Lautstärker regulieren. Wer seine Nachbarn frühmorgens nicht erschrecken will, wählt bei Fahrtantritt den leisen Modus. Auf der freien Piste kann dann später bei offener Klappe geröhrt werden, was das Zeug hält. Es hat sich ebenso als ein geldwerter Vorteil herausgestellt, bei einer annähernden Polizeistreife die Geräuschkulisse zu reduzieren.

Die Soundanlage

Was nützt die besten Klappenauspuffanlage, wenn aus dem kleinen Drei- oder Vierzylindermotor nur ein heiseres Röcheln kommt? Es braucht schon eine gewisse Motorisierung, damit der Auspuff auch etwas zum Wiedergeben hat. Wem dies fehlt oder wer gerne einfach ein paar Klangoptionen mehr haben möchte, der greift zur Soundanlage.

Diese Anlagen können die verschiedensten Motorgeräusche nachstellen und dies alles täuschend echt. Die technische Entwicklung hat bei den Motorsoundanlagen viel möglich gemacht, vom V6- über den V8- bis hin zu einem waschechten Formel-1-Sound ist alles möglich.

Auch für den Diesel erhältlich

Die Fahrer von Diesel-Fahrzeugen leiden häufig unter dem fürchterlichen Klang ihres nagelnden Motors. Selbst bei einer solch schlechten Ausgangslage lässt sich mit einer Soundanlage einiges verbessern. Audi gelang es als einem der ersten Hersteller, diese Technik seinen Kunden zur Verfügung zu stellen, die dieses Extra nun hinzubuchen können. Der Erfolg gab Audi recht und veranlasste auch die anderen Hersteller dazu, ihren Kunden etwas Entsprechendes anzubieten.

Bei Elektro-Fahrzeugen könnte es sogar Pflicht werden

Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind meist völlig geräuschlos, was zwar zum einen für eine angenehme Ruhe sorgt, doch für die Fußgänger ein gewisses Risiko bedeutet. Denn sie können ein herannahendes Fahrzeug nicht mehr akustisch wahrnehmen. Für sehbehinderte Menschen ein echtes Problem. Darum kann es darauf hinauslaufen, dass der Einbau einer solchen Soundanlage zur Pflicht wird.

Gleichzeitig verschafft eine solche Soundanlage einen zusätzlichen Kaufanreiz. Elektro-Autos leiden immer noch unter dem Stigma der Emotionslosigkeit. Mit so einer klanglichen Untermalung könnte dem Abhilfe geschaffen werden. Wenn bei den neueren E-Fahrzeugen die Optik stimmt und der Klang optimiert wird, kann es tatsächlich dazu führen, dass die breite Masse der Autofahrer diese Fahrzeuge annimmt.

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